Exzessive Spekulation und die massive Umverteilung zugunsten der großen Vermögen und der Gewinneinkommen haben zur Heftigkeit dieser Krise beigetragen. Produktionskapazitäten werden zu Lasten der Beschäftigten abgebaut, weil am Markt vorbeiproduziert wurde. Gleichzeitig wird Druck auf die Lohneinkommen ausgeübt, was den Absatz der Waren noch erschweren muss. Aber die Unternehmer werden nicht freiwillig einen Teil des Profits abtreten, um dessen Aufrechterhaltung und Maximierung es ihnen geht. Die Politik stellt sich ganz in den Dienst dieser Verwertungslogik und wälzt die Krisenlast auf die Bevölkerung ab. Wir zahlen längst für diese Krise aus unserer eigenen Tasche. Doch damit nicht genug: bereits jetzt werden die kommenden Sparpakete geschnürt, die wir bezahlen sollen.
Weiterhin sind diejenigen, welche die Krise zu verantworten haben, in ihrer alten Eigentümerstellung. Nach wie vor haben sie das Kommando über die „Steuerung“ des Wirtschaftsprozesses. Mit Unterstützung der Politik können sie weitermachen wie gehabt und werden vom Staat für ihre Verluste großzügig entschädigt. Die aktuellen Studierendenproteste zeigen deutlich, dass sich auch am Wirtschaftssystem nichts ändern wird, wenn wir uns nicht wehren!
Wir fordern:
- Rauf mit den Löhnen bei den KV-Verhandlungen! Für Einkommen, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum ermöglichen!
- Größere und sinnvolle beschäftigungswirksame Investitionen in Bildung, Soziales, öffentliche Infrastruktur, Gesundheit und Pflege sowie Umwelt, statt teurer Konjunkturpakete die lediglich den Unternehmern dienen!
- Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn statt Arbeitszeitflexibilisierung und Lohnverlust! Nein zu den Zwangsmaßnahmen des AMS! Für die Erhöhung des Arbeitslosengeldes!
- Volle rechtliche Gleichstellung aller Arbeitsverhältnisse! Alle Beschäftigten haben das Recht auf eine menschwürdige, sinnvolle, existenzsichernde Arbeit und einen entsprechenden Dienstvertrag!
- Schluss mit der Abwälzung der Krisenlast auf unsere Kosten! Vermögen und Gewinne müssen höher besteuert werden!
- Stopp der Privatisierung! Wir fordern die Sicherung und den Ausbau der öffentlichen Daseinsvorsorge!
- Diejenigen, welche die Wirtschaft an die Wand gefahren haben, dürfen nicht länger über unser aller Schicksal entscheiden! Die Eigentumsstrukturen müssen im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung umgestaltet werden!
Wir zählen auf eure Unterstützung!
Das nächste Bündnis-Treffen findet am Mittwoch den 18.11.2009 um 18:30 Uhr im Amerlinghaus, in der Stiftgasse 8, 1070 Wien, statt. Wir würden uns über eure Teilnahme an dem Treffen freuen!
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